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20. April 2010

Energieeffizienz: Gradwanderung zwischen Ökologie und Ökonomie

Heute bin ich mit den Texten für die kommende Sonderveröffentlichung fertig geworden. Nach vielen Gesprächen mit Bauträgern und einem Massivhausanbieter kristallisierte sich heraus:

Der Bau von energieeffizientem Wohnraum ist eine Gradwanderung. Er muss das Maß finden zwischen ökologischem Anspruch und ökonomischer Realität. Natürlich geht technisch heute so gut wie alles, es muss aber vor allem im Geschosswohnungsbau bezahlbar bleiben.

  • Die Schmerzgrenze wird beim Einsatz von Geothermie erreicht. Die Böblinger Baugesellschaft (Eigentumswohnungen im Hans-Watzlik-Weg, im “Wohnen am Ziegelhof” in Holzgerlingen und im Eisgässle in Böblingen), die Vereinigte Volksbank  AG als Vertrieb (Erdwärme-Park Felsengarten mit Häusern und Wohnungen in Böblingen-Dagersheim) und der Böblinger Makler RN-Immobilien ebenfalls als Vertrieb für ein Mehrfamilienhaus in der Böblinger Galilei Straße bieten derzeit Wohnbauprojekte mit Erdwärme an.
  • Auf die Versorgung mit Blockheizkraftwerk und Kraft-Wärme-Kopplung setzen Integral-Bau aus Sindelfingen in seinem 14-Familienhaus in der Ostelsheimer Straße in Sindelfingen-Darmsheim (Vertrieb erfolgt ebenfalls über die Vereinigte Volksbank AG) und der Freiburger Bauträger Vucovic-Enemag in seinem “Am Sommerhofenpark” in Sindelfingen – siehe auch diesen Artikel. Ich kenne mich bei der Technik dieser Dinger nicht aus. Es ist aber klar, dass ihre Anschaffung mehr Geld kostet. Klar ist aber auch, dass ihr Betrieb nicht nur Kosten verursacht sonders Einnahmen erwirtschaftet. Überschüssige Wärme wird zur Stromerzeugung genutzt und kommt den Erwerbern zu gute – es kommt also auch was aufs Konto. Ist eine Rechenfrage und eine Frage des Verbrauchs, wann sich die Mehrkosten armotisieren.
  • Holz-Pellets werden von Marquardt Wohnbau aus Herrenberg in verschiedenen ihrer Projekten eingesetzt. Das Unternehmen setzt auch auf die Heizkraft von Solaranlagen – die meisten anderen speisen die Sonnenenergie nur in den Warmwasserkreislauf ein. Das Siedlungswerk Stuttgart betreibt solche Geschichten auch und auch Volker Eble von Eble Wohnbau aus Jettingen ist ein Verfechter des nachwachsenden und lokalen Brennstoffes Holz – leider haben diese beide Unternehmen z. Z. kein aktuelles Projekt bei uns in der Region.
  • Röwisch Wohnbau setzt in seinem Böblinger Projekt auf eine eigentlich ganz simple Geschichte. Das 33-Familienhaus in der Böblinger City wird mit einer ganz gewöhnlichen Gas-Brennwerttherme beheizt. Allerdings wird in jede Wohnung eine kontrollierte Be- und Entlüftung ins Mauerwerk integriert. Die Pumpe läuft 50 sec. auf rein in die gute Bude und 50 sec. auf raus mit der verbrauchten Luft. Alle fünf Stunden werden so nach Angaben des Bauträgers 80 Prozent der gesamten Luft in der Wohnung getauscht. Der Trick dabei ist der Wärmetauscher, der die Wärme der abgehenden Luft sammelt und sie der eingehenden Frischluft wieder abgibt – das spart eine Menge Heizkosten.
  • Bleibt noch der private Bauherr: der hat die Qual der Wahl. Technisch geht alles – ich war mal in einem Passivhaus und nach meinem offiziellen Rechechergespräch habe ich die Eigentümer des nicht sonderlich großen quadratisch-praktischen Wohnhauses im tief verschneiten Nordschwarzwald gefragt, wieviel ich überweisen müsste, würde ich jetzt das Haus kaufen wollen. Die lächelnde Antwort: 675.000 Euro. Also bleibt dem Otto-Normal-Bauherrn nur ein paar bezahlbare Alternativen. So wie die Wärme-Pumpe, die der Böblinger Projektentwickler Kimmerle & Jauch in seinem Family-Konzept-Musterhaus eingebaut hat. Hier läuft seit drei Jahren ein Wärme-Pumpe. Die Nebenkosten für das Haus belaufen sich im Jahr auf etwa 700 Euro all inclusive… das ist bei einer Wohnfläche von 150 qm ein echtes Wort. Die Mehrkosten für den Bau betragen aber wohl rund  10.000 Euro. Die Pumpe kostet eben ein paar Euro mehr als ein normaler Brenner und dann muss im ganzen Haus eine Fußbodenheizung installiert werden  - das läbbert sich – wie der Schwabe sagt - bei drei Stockwerken. .

Bleibt als Fazit: Wer neu baut oder kauft, sollte einen gewissen energetischen Weitblick entwickelt haben  und sich von höhren Investition nicht schrecken lassen. Gespart werden sollte mit Sicherheit an anderer Stelle. Heute gehört ein ausgewogenes Energiekonzept, egal ob mir Solar, Erdwärme oder Wärmepumpe zu den Basics. Zusammen mit einer guten Lage sichert es neben kalkulierbaren Nebenkosten auch einen ordentlichen Wiederverkaufswert.

10. Juli 2009

Projektbesichtigung “Kristall-Haus – Wohnen im Park” in Gärtringen

Der Herrenberger Bauträger Marquardt Wohnbau feiert am kommenden Freitag, den 17.07.2009 Richtfest bei seinem derzeit größten Wohnbauprojekt. Die fünf Mehrfamilienhäuser in dem kleinen Park  an der zentral gelegenen Bismarckstraße in Gärtringen stehen im Rohbau (die Freifläche in der Mitte wurde bebaut). Damit sich Kaufinteressenten ein persönliches Bild vom verbliebenen Wohnungsangebot machen können, organisiert Verkaufsleiter Harald Wacker am Samstag, den 18. + Sonntag,den 19.07.2009 jeweils von 11:00 bis 16:00 Uhr einen Projektbesichtigungstag mit Sekt und allen erdenklichen Informationsmedien und der Option, den Rohbau zu begehen. Es ist leicht zu finden: der Informationscontainer steht an der Straße, zudem sind überall Fahnen aufgestellt. Von den 24 Wohnungen sind noch 9 frei, kleinere 2,5 Zimmerwohnungen genauso wie familiengerechte 5 1/2 Zimmerwohnungen. Der Clou der Häuser ist, dass sich auf jedem Stockwerk nur eine Wohnung befindet. (Foto und Grafiken Marquardt Wohnbau). Alle Zimmer gehen nach außen, die Fenster sind raumhoch – das bedeutet Licht, Licht, Licht! Zudem sind die Wohnungen um den innenliegenden Aufzug bzw. das Treppenhaus (nicht alle Häuser verfügen über einen Aufzug) herum geplant. Bis auf einen kleinen Stützpfosten im rund-um-verglasten Balkonbereich gibt es keine tragenden Wände – hier ist Wohnen à la carte möglich. Die Kosten liegen bei moderaten 2.500 Euro pro Quadratmeter. Dazu gehört auch eine Tiefgarage für alle Gebäude, von der aus die Häuser barrierefrei betreten werden können. Fußbodenheizung, Solaranlage und Brauchwasseranlage runden das Angebot ab.

18. Juli 2008

Bin wieder online

HallolLiebe Leser,

nach längerer Pause habe ich mein altes Immo-Blog auf meine Home gestellt – jetzt kann ich endgültig loslegen! Grundsätzlich möchte ich den Blog als Kommunkationsplattform über den lokalen Immobilienmarkt im Großraum Böblingen/ Sindelfingen etablieren. Ich bin mir sicher, dass die User hier einen guten Fertilizer rund um die Immoblie finden werden. In diesem Sinne höre ich jetzt auf – bin nach zwei Wochen Recherche und Schreiben für eine Immobilen-Sonderthema für das hiesige Lokalblatt (Sindelfinger Zeitung/ Böblinger Zeitung) ziemlich ausgepowert. Montag geht es wieder los, mit einem Richtfest der KWE Kommunale Wohnbau Ehningen in Gärtringen und am Mittwoch mit Spatenstich für ein ganz besonderes Projekt der Marquardt Wohnbau Herrenberg – ich werde berichten. In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende…