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28. Februar 2011

Forderung nach mehr Energieeffizienz im Bestand und Neubau

Der Immobilien Service Bärbel Bahr hatte am Freitag, den 25.02.2011 zum „Wissensforum 2011 – Städtebau und Energie“ in den Erlebnispark „Sensapolis“ geladen. Mit ihrer Themenwahl sprachen die drei Referenten Entscheider an, die beruflich oder ehrenamtlich kommunale Verantwortung tragen. Bürgermeister und Gemeinderäte aus verschiedenen Gemeinden im Landkreis Böblingen nutzten die Vorträge, um sich

Wo sonst die Kinder toben, gab es Anregung und Aufforderung zum weitsichtigen Umgang mit den (noch) vorhandenen Energiereserven. (Foto Matthias Hoffmann 2011)

Wo sonst die Kinder toben, gab es Anregung und Aufforderung zum weitsichtigen Umgang mit den (noch) vorhandenen Energiereserven. (Foto Matthias Hoffmann 2011)

über Einsparpotentiale sowohl im Bestand wie auch im Neubaubereich zu informieren. Sven Edmunds von renoplan – Institut für Immobiliensanierung verdeutliche in seinem Referat, dass die größten Kosten einer gemeindeeigenen Immobilie wie etwa eine Schule nicht bei ihrer Herstellung sondern bei ihrem Betrieb entstehen. Erforderlich sei eine Ist-Analyse der gemeindeeigenen Bestände. Die immensen Nebenkosten älterer Bauten, so Edmunds, ließen sich durch überschaubare Investitionen spürbar senken.

  Erst dämmen – dann heizen

 Einen Überblick der aktuellen Energiestandards nach EnEV 2009 bot der Architekt Otmar Hirschfeld. Der Geschäftsführer der Ulmer Planungs- und Wohnbaugesellschaft „Casa Nova“ erklärte den Unterschied zwischen KfW-Effizienzhaus, Passivhaus. Die Frage, ob Gemeinden Energiestandards in Neubaugebiete vorschreiben sollen, beantwortete er mit einem deutlichen Ja. Sein Unternehmen sei schon heute n der Lage, auch Geschosswohnungsbau im Passivhausstandard zu realisieren. Auch der dritte Referent, Dr.-Ing. Peter Hettenbach, Leiter des „ibb – Institut Innovatives Bauen“ in Schwetzingen, schlug in die gleich Kerbe: „Wir können nicht energieeffizient genug bauen!“ Zudem müssten die Gemeinden bei der Energiegewinnung neue Wege gehen. Als Bespiel nannte er das österreichische Güssing. Der 3.000 Seelen-Ort an der ungarischen Grenze erzeuge heute durch nachwachsende Rohstoffe mehr Energie, als der Ort selbst verbrauche. Durch die Einspeisung ins Netz stünden der Gemeinde rund 13. Mio. Euro Gewinn pro Jahr zur Verfügung, so Dr. Hettenbach und zudem seinen noch zahlreiche Arbeitsplätze entstanden.

24. Februar 2011

Wissensforum 2011 im Sensapolis

Der Immobilien Service Bärbel Bahr hat morgen Abend zu einer Veranstaltung eingeladen: auf dem Wissensforum 2011 – Städtebau & Energie werden im Böblinger Erlebnispark Sensapolis drei Vorträge gehalten.

  1. Sven Edmunds vom Institut Renoplan fragt sich: Sind die Gemeindeimmobilien noch zu retten? Es geht um die energetische Sanierung von Gemeindeeigentum.
  2. Otmar Hirsch, Geschäftsführer von Casa Nova , gibt in seinem Vortrag Anworten auf die Frage, ob Wohngebiete als reine Passivhaus-Siedlungen Sinn machen würden?
  3. sieht Prof. Hettenbach vom iib in Doppik eine neue Chance – Doppik ist das neue Rechnungswesen der öffentlichen Verwaltung.

Ich bin gespannt, wie viele Besucher sich von der Themenwahl angezogen fühlen werden und wie die Vorträge mit ihren doch sehr speziellen Inhalten beim Volk angkommen – immerhin ist es Freitagabend.

17. Februar 2011

Nichts wie ran: KfW fördert ab 1. März wieder Einzelmaßnahmen

Die KfW-Bankengruppe hat endlich wieder Gelder für die Förderung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von selbstgenutztem Wohneigentum frei gemacht – die Programmnummer ist 152. Private Käufer, deren Wohneigentum älter als Baujahr 1995 ist, können ab 1.03.2011 wieder zinsgünstige Darlehen für folgende Sanierungsmaßnahmen beantragen:

  • Wärmedämmung der Wände,
  • Wärmedämmung der Dachflächen,
  • Wärmedämmung der Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren,
  • Einbau einer Lüftungsanlage,
  • Austausch der Heizung einschließlich Einbau einer Umwälzpumpe der Klasse A und gegebenenfalls einer hocheffizienten Zirkulationspumpe 
  • Planungs- und Baubegleitungsleistungen

Werden gewisse Voraussetzungen erfüllt – z. B. der Einbau einer neuen Heizung, die zudem mit erneuerbaren Energien befeuert wird - können weitere Fördermittel beantragt werden und Zuschüsse gibt es für die eine oder andere Maßnahme auch – hier werden allerdings hohe Erwartungen an den Eigentümer bzw. die Energieeffizienz des Wohneigentums nach dem Umbau gestellt. Zudem hat es das für Zuschüsse in sich – ich habe in verschiedenen Artikeln davon berichtet.

Es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Einzelmaßnahmenförderung bei Eigentümern sehr beliebt ist und die Gelder schnell zur Neige gegangen sind. Daher gilt hier Eile vor Weile, denn preiswertere Darlehen finden sich auf dem freien Markt derzeit nicht.

Home sweet Home: neue Fenster sorgen im Altbau für sinkende Energiekosten und sehen zudem nett aus.

Home sweet Home: neue Fenster sorgen im Altbau für sinkende Energiekosten und sehen zudem nett aus.

15. Februar 2011

Leg einen Zahn zu, bitte!

Tatsache ist: ich komme gerade selten zum Bloggen – das hat Gründe. Die Immo-Branche brummt, entsprechend ist meine Auftragslage.  Sonderthemen, Einzelartikel und PR-Konzeptionen nehmen meine gesamte Zeite in Anspruch, zudem hat mich gestern das Zündschloss meines schönen Beamers (BMW) verlassen – noch mehr Hektik! Also lasse ich es mit dem Bloggen gerade langsam angehen. Zudem: vor allem im Neubaubereich geschieht im Moment nichts Neues, keine neuen Projekte und wenn ja, sind sie noch Zukunftsmusik. Der Bestand läuft von selbst, es sind keine Schausonntage und Verkaufsoffensiven in Sicht. Zudem steht in ein paar Wochen die Immo-Messe 2011 auf dem Zeitplan, so dass ich vermutlich noch weniger zum Schreiben komme – aber ich halte mich ran.