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20. Mai 2009

Kompass im Magnetfeld

Gestern Nachmittag kam die Meldung, dass Capital seinen neuen Immobilien Kompass veröffentlicht hat – selbstverständlich auch online.  Also habe ich mal eben Sindelfingen eingegeben und mich ein wenig mit dem Ergebnis befasst und möchte als Einheimischer objektiv kommentieren:

Am östlichen Stadteingang ist das ganze Gebiet nördlich der Mahdentalstraße bis zur Kreuzung mit der Wilhelm-Haspel-Straße als mittlere Wohnlage bezeichnet. Hier stehen einige der Zeugen des realen sozialen Wohnungbaus unserer Stadt – hoch, keine Schule, kaum Einkaufsmöglichkeiten und laut – der Lärm der A 81 ist vor allem in den hohen Stockwerken gut zu hören – zudem geben sich die Wohnstätten Sindelfingen hier viel Mühe mit einer professionellen Quartiersarbeit…. Der rote “Wengert” (hier soll wirklich einmal Wein angebaut worden sein) ebenfalls nördlich der Mahdentalstraße ist dem Sindelfinger Geldadel vorbehalten. Die sich anschließende orange Zone und smoit gute Wohnlage muss gut sein – hier wohne schließlich auch ich…..

Mit Verwunderung habe ich die Aufteilung im “Schleicher” zur Kenntnis genommen. Das Gebiet zwischen Pfarrwiesenallee und Maichinger Straße ist im unteren Bereich grün, also als mittlere Lage bezeichnet. Vor allem die mit Tiernamen bezeichneten Straßen sind mit alten Reihenhäusern bebaut, die bei Sindelfinger Familien schwer begehrt sind – das ist für mich eine Mittlere Wohnlage. Entlang der Maichinger Straße bewerte die Jungs vom Capital die Lage als gut…. ist aber doch ziemlich viel Verkehr hier – ich würde ein Haus im Hasenweg oder der Hirschstraße bevorzugen.

Richtig seltsam wirds dann im Stadteil Maichingen. Da gibt es ein Gebiet südlich der Herrenberger Straße, die Namen der Straßen sind Alb-Orte: hier verläuft volle Pulle die Starkstromleitung drüber. Volt, Watt Amper Ohm, ohne mich gibts keinen Strom. Ne, damit bin ich nicht einverstanden.

Im Sindelfinger Ortsteil Darmsheim gibt es eine kleines Neubaugebiet (ist allerdings schon 15 Jahre alt, wird aber demnächst vergrößert). Hier am Südwestrand der Stadt sind die Straßennamen nach Schwarzwaldbächen benannt: Wolfach, Schiltach, Gutach etc. Capital wertet diese Lage als “gut”. Hier gibt es keinen Laden, keine Kneipe, zur Schule und zur Kita ist in Ordnung. Die Busverbindung ähnelt dem eines ostanatolischen Dorfes. Ich fiinds nicht so prickelnd. Vielleicht liegt die Bewertung daran, dass hier viele junge Familien mit Kindern wohnen und eine recht homogene Nachbarschaft bilden – für dieses Klientel ist die Lage ganz ok.

Das beste am Kompass aber ist die Tatsache, dass Böblingen nicht einmal erwähnt wird: No go area! Bei der seit Jahrhunderten gepflegten Antipatie zwischen Böblingern und Sindelfingern (Was ist das Beste an Böblingen? Der Bus nach Sindelfingen!”) freut mich das als Sindelfinger, als PRler mit Hang zum Informationenüberfluss  wäre ich doch auf die Ergebnisse sehr gespannt. Das im Text unter der Karte erwähnte Flugfeld jedenfalls ist nicht der wahre Jakob: ein riesen Feld, von dem niemand genau weiß, wie es sich in den kommenden Jahren entwickeln wird. Wohnwirtschaftlich spielt es (derzeit) eher eine Nebenrolle.

15. Mai 2009

Richtfest für geothermisch beheizte Eigentumswohnungen

Die Böblinger Baugesellschaft - das ist das kommunale Wohnbauunternehmen der Stadt Böblingen – hatte uns zum Richtfest in den Hans-Watzlik-Weg in Böblingen eingeladen. Auf dem ehemaligen Baumacker kurz vor dem östlichen Ortsausgang entstehen 19 hochwertige Eigentumswohnungen. Insgesamt besteht das Ensemble aus 6 Häusern. Ihr Clou: sie werden mit Erdwärme beheizt, die Gas-Brennwertheizung wird nur in russischen Nächten angeworfen. Das spart eine Menge Geld und macht unabhängig von Putin und Co – dann können die Nächte ruhig russisch werden. (Foto Matthias Hoffmann)

Über die Preise kann ich gerade nichts sagen: ich habe vergessen, mir eine Preisliste mitzunehmen. Ganz billig sind die Wohungen aber nicht, die meisten bieten gut 100 qm Wohnfläche. Ich war gestern drin, sie sind gut aufgeteilt, hell, großzügig und wer jetzt kauft, kann vielleicht noch leicht mitgestalten (eine Wohnung hatte außer der Küche keine einzige Wand drin, absolut scharf, ich hätte mir nur noch ein kleines Gästezimmer/ Ankleide abgeteilt und gut wärs). Direkt am Waldesrand, toller Blick zum Tannenberg, einfach Klasse. Aufzug und Tiefgarage sind obligat. Die Architektur ist sehr modern. (Grafik Dolde Medien, Stuttgart)

Wer Lust und Interesse hat, kann sich die Wohnungen bei einer Offenen Besichtigung am Sonntag, den 24.05.2009 von 13:00 bis 15:00 Uhr in aller Ruhe anschauen – das Verkaufsteam der BBG steht Rede und Antwort.

Gestern beim Richtfest habe ich mich mit einer Interessentin unterhalten. Sie war sich nicht darüber bewußt, welches Energiekonzept eigentlich dahinter steckt. Und sie hat auch nicht gewußt, dass ihr beim Erwerb zinsverbilligte Darlehen bis zu 50.000 Euro von der KfW zustehen. Also, vorher informieren - dem Erdwärme-Konzept gehört die Zukunft – immerhin werden so die halbe Schweiz sowie ganz Schweden und Island beheizt.

13. Mai 2009

Informationen über Verkaufstart Eigentumswohnungen in Herrenberg-Möchberg

So, hier wie versprochen die Informationen über das im letzten Artikel erwähnte Neubauprojekt von Marquardt Wohnbau in Herrenberg-Mönchberg. Wer gerne ländlich aber auf hohem Niveau wohnen möchte, für den ist eine der sechs Wohnungen das Richtige. Hier erst einmal der fantastische Blick über das Gäu vom Grundstück aus (Foto Marquardt Wohnbau)

Das ist doch der Hammer, oder? Auf dieses Grundstück im alten Ortskern von Mönchberg baut Marquardt Wohnbau zwei miteinander verbunden Häuser. Die sechs Wohnungen sind alle so ausgerichtet, dass mindestens eine Terrasse oder ein Balkon den obigen Blick gewährt… hinter dem Haus beginnt in Sichtweite der Naturpark Schönbuch. Das ist für Naturfreaks im Großraum Stuttgart die Anlaufstelle Nummer 1. Die Wohnungen bieten neben dem tollen Ausblick zwischen 79,45 Quadratmeter Wohnfläche auf 2,5 Zimmern bis 135,99 qm auf 4,5 Zimmern. Die Preise varieren zwischen 189.000 Euro und 329.000 Euro. Der Garagenstellplatz in der TG schlägt mit 13.000 Euro zu Buche. (Grafik Marquardt Wohnbau)

Dafür gibt es aber nicht nur eine schöne Architektur. Marquardt Wohnbau setzt konsequent auf ein modernes Energiekonzept mit einer solarunterstützten Holzpellets-Heizung, einem hochdichten Wärmedämmsystem und Holzfenster mit Wärmeschutzverglasung. Zudem haben sich die Herrenberger der Baubiologie verschrieben. Sie arbeiten eng mit dem Baubiologen Alfred Steinki aus Herrenberg zusammen. Auch beim 2. gemeinsamen Projekt wird durch den Einsatz von Naturbaustoffen, Kalkputz, geöltem Parkett, Fuußbodenheizung, Holzfassaden in Teilen des Außenbereich oder dem Schutz vor Mobilfunkstrahlen eine gesundes Wohnumfeld garantiert. Im Schlaf- und in den Kinderzimmern wird über Nacht sogar das Stromnetz abgeschaltet (geht bei Bedarf natürlich automatisch wieder an, niemand muss sich im Dunkeln auf die Toilette tasten…) – das schütz vor Elektosmog bzw. dem daraus resultierendem Stress.

11. Mai 2009

Im Stress wegen Umzug und einer Kapitalanlage

Hallo, ich lebe noch. War und bin allerdings aufgrund von zwei Dingen im Stress: erstens habe ich in den vergangenen zwei Wochen den Umzug von Muttern in eine seniorengerechte Wohnung in der Sindelfinger Innenstadt vorbereitet und durchgeführt. In Zukunft kann sie alles zu Fuß erreichen, dass ist Gold wert.  Zweitens bin ich gerade am Texten für die nächste Sonderveröffentlichung “Die Immobilie als Kapitalanlage”. Da mir in der vergangenen Woche fast 1,5 Tage gefehlt haben (Küche abbauen und dem Schreiner beim Aufbau helfen und Zeugs rumfahren und so), bin ich jetzt in der Hektik. Zudem ist das Thema ncht immer ganz einfach und einige Kunden sind meine Text zu hart formuliert – dann ist Nacharbeiten angesagt.

Während der Neubau verhalten läuft (aber auch hier zeigt sich, dass manche Leute extrem viel Geld auf dem Konto haben), sichern viele Menschen ihr Kapital durch den Kauf einer Bestandsimmobilie. Die Inflationsangst sorgt dafür, dass Mehrfamilienhäuser und ETWs so langsam aber sicher Mangelware in der Region werden – jedenfalls schreien alle Makler wir “suchen, suchen, suchen dringend Immobilien!”. Mit solls recht sein.

Diese Woche kommt auch noch ein attraktives Mehrfamilienhaus in Herrenberg-Mönchberg auf den Markt. Marquardt Wohnbau hat hier sein schönes Turmalin-Haus entwickelt. Von den Wohnungen schweift der Blick bei bestem Wetter über das Gäu bis zu den Alpen – ist vor allem was für Familien mit Kindern – mehr Details in Kürze.