Zum Inhalt springen



26. März 2009

Immobilienfinanzierung – Basics vom Bankenverband

Alle Jahre wieder ist es soweit: irgendjemand, Banken, Bausparkassen oder spezielle Immobilienfinanzierer veröffentlichen eine Broschüre zum wichtigen Thema “Immobilienfinanzierung”. Druckfrisch ist die 33-seitige Broschüre private-immobilienfinanzierung vom  Bankenverband. Sie ist auf den ersten Blick ausgereift und umfassend.

Ich halte gute Information für wichtig und Bauwillige oder Kaufinteressenten sollten jede Quelle nutzen, um sich in das doch recht komplexe Thema Finanzierung einzulesen. Eines jedoch stört mich bei allen Ratgebern: Sie sind von Menschen geschrieben, die ihr Geld mit dem Verleihen von Geld verdienen. Sie eröffnen ihre Broschüren meistens mit dem Satz “Nachdem Sie Ihre Traumimmobilie gefunden haben, müssen Sie sich jetzt um die Finanzierung kümmern.” Das finde ich ziemlich irrational!

Erst sollte ich doch wissen, wie viel Immobilie ich mir leisten kann. Und erst dann begebe ich mich auf die Suche nach dem passenden Stück. Oder ich spar noch eine Weile. Diese Vorgehensweise schützt vor herben Enttäuschungen und unnötigen Terminen. Das freistehende energieeffiziente Einfamilienhaus mit sechs Zimmern, zwei Bädern, drei Toiletten, Sauna und Büro auf einem 5 Ar große Grundstück in ruhiger Lage mit Blick über die Innenstadt gibt es nun einmal nicht für 200.000 Euro. Vielleicht irgendwo in Meklenburg-Vorpommern oder hinter Aurich, in Rodenbach bei Pudenbach im schönen Westerwaldkreis oder in Klein-Krauscha kurz vor Polen aber mit Sicherheit nicht im Großraum BB/ Sifi.

24. März 2009

Das Leben ist mal wieder wie ein Marathon…

… beziehungsweise seine letzten beiden Kilometer. Denn eigentlich ist es nicht mehr weit bis zum Ziel, aber schließlich hat Mann und Frau bei der klassischen Langdistanz zu diesem Zeitpunkt schon satte 40 Kilometer in den Knochen, Sehnen und Bändern. Da können 2.000 Meter zu einer verdammt langen Session werden, das heulende Elend kann MannFrau bekommen. Da hilft nur “mentale Stärke”, wie mir mal ein Speleologe beim Blick in den Handtuchgroßen Eingang des Elsachbröllers erklärt hat. Und manchmal ist es auch bei der Arbeit so: nach knapp 3 Monaten “Kugelfuhr” (das ist Schwäbisch und steht für jenseits viel um die Ohren haben bzw.  Allmachtsmaloche…) ziehen sich die Tage vor der Nagolder Immo-Messe in die Länge. Wir sind gut im Rennen, die Texte und Anzeige für zahlreiche interessante Aussteller stehen, dennoch fällt es schwer, Selbstdisziplin zu bewahren. Die Messe findet statt am

04. und 05. April 2009 jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Stadthalle Nagold.Der Eintritt ist frei.

Ein großes Neubauangebot darf der Besucher allerdings nicht erwarten. Nagold hat kein einziges Neubaugebiet…. schade eigentlich, denn hier lebt es sich bestimmt sehr nett. Interessant sind die fünf freistehenden Einfamilienhäuser von markant-wohnbau (leider keine Interseite vorhanden, sonst hätte ich das Unternehmen verlinkt) Wenn es auf die Dörfer zieht, sollte sich über das kleine Ensemble in der Orstmitte von Mötzingen informieren. Die Lage, Architektur und Energieeffizienz (KfW 40) sind jedenfalls Klasse. Morgen erfahre ich zudem, ob ein anderes Projekt realisiert wird und kann dann eine weitere attraktive Neuigkeit berichten.

19. März 2009

Richtfest für 1. Bauabschnitt der Wohnstätten Sindelfingen in der Darmsheimer Ortsmitte

Dass es sich bei diesem Projekt auch um eine politische weil städtebaulich wichtige Geschichte handelt, beweist die Tatsache, dass neben dem GF der Sindelfinger Wohnstätten, Georg Rothfelder auch der Sindelfingen OB  Bernd Vöhringer sowie der halbe Gemeinderat – natürlich auch in Person als Aufsichtsräte des kommunalen Wohnbauunternehmens – bei diesem Richtfest anwesend waren. Bei den Kaufinteressenten kommen die in der neuen Ortsmitte von Darmsheim gelegenen Wohnungen wohl nur bedingt an: verkauft waren zum Richtfest gerade einmal 5 Units, vier waren reserviert. Einen Grund dafür sehe in der Tatsache, dass die Karlsstraße eine gut befahrene Durchgangsstraße ist – selbst die Busse müssen sich hier durchzwängen (ist gerade aufgrund der Baustelle alles noch enger). Käufer, die allerdings zentrumsnah wohnen und leben möchten, für die hat der Architekt Holger Schlichtig die Häuser so geplant und ausgerichtet, dass vom Straßenverkehr in den Wohnungen nicht so viel  zu hören ist.  

“Diese innerörtliche Entwicklungsmaßnahme, die eine Mischung von Wohnungen, gewerblichen Fläche und Gastronomie darstellt, würde eine normaler Bauträger in dieser Form nicht durchführen”

Georg Rothfelder, GF Wohnstätten Sindelfingen

Insgesamt werden hier 34 Eigentum- und Mietwohnungen, 2-4 gewerbliche Einheiten sowie ca. 50 TiefgaragenstellplätzeI entstehen. Im 1. Bauabschnitt wurde jetzt der Rohbau für 24 Drei- und Fünfzimmerwohnungen fertiggestellt. Die Häuser entsprechen KfW 60-Anforderungen, so dass Erwerber Anspruch auf zinsverbilligte Darlehen vom Staat haben. Größe und Preise der Wohnungen finden sich hier auf der Seite der Wohnstätten. Die Spanne reicht von 72,37 qm für 161.000 Euro bis zur großzügigen 104,79 qm Wohnungen für 231.000 Euro. Wenn wir den Schnitt aus diesen beiden Wohnungen nehmen, kommen wir auf rund 2.200 Euro pro Quadratmeter – das ist für diese Lage und die guten Bauausführung durch die Wohnstätten (da lass ich nichts drauf kommen, dass ist ein Bauträger, auf den sich Käufer immer verlassen können) ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Für Familien und ältere Zeitgenossen sind die Wohnungen eine gute Investition: von der zentralen Lage profitieren beide Zielgruppen. Für die Senioren ist es gut zu wissen, dass vis-a-vis in der Raunstraße eine Seniorenwohnanlage steht. Und hier befindet sich das Darmsheimer Headquater der Ökomunenischen Sozialstation Sindelfingen. So kann bei Bedarf eine ambulante Betreuung in direkter Absprache mit der Sozialstation erfolgen, ohne das ein Umzug notwendig wird – das finde ich, ist eine sehr gute Perspektive.

In den zweiten Bauabschnitt, der ohne große Unterbrechung in Angriff genommen werden soll, werden mehr gewerbliche Einheiten integriert. Die Büros, Praxen, Ladengeschäfte und ein gastronomischer Betrieb werden die Ortsmitte des Sindelfinger Ortsteils neu beleben. Vergleichbares findet im Übrigen gerade in Maichingen statt. Hier entstand ein Seniorenzentrum, dass am 23. April 2009 offiziell eingeweiht wird.

16. März 2009

Immobilien-Messe 2009 war ein voller Erfolg

So euphorisch habe ich die Mitglieder der Branche noch nie erlebt: die Immo-Messe 2009 hat der Krise die kalte Schulter gezeigt. Nachdem ich gestern Abend zum Abschluss der Messe meinen obligaten Rundgang (36 Stände = 36 Aussteller = 36 Gespräche = 3 1/2 Stunden Arbeit + 2 h Schreiben am Montag = 250 Zeilen Text = 2 Zeitungsseiten) gemacht hatte, war ich von der guten Stimmung ganz angesteckt.

Für die Besucher war die Messe sicherlich das Immobilienhighlight in diesem Jahr: so viel Information unter einem Dach gibt es eben nur in der Böblinger Kongresshalle. Zudem gab es einige höchst interessante neue Wohnbauprojekte:  der Hans-Watzlik-Weg und das Eisgässle der BBG, den Family-Park in Döffingen von Domizilbau oder das Saphir Haus des Herrenberger Bauträgers Marquardt Wohnbau wurden aufs heftigste von den Besuchern nachgefragt – hier ein Bild vom Harald Wacker in der Menschenmenge auf dem Stand von Marquardt…. der war am Abend ganz fertig, der Gute…. (wer ihn nicht kennt, es der Mensch in der Mitte des

Bildes mit dem etwas längeren Haar). Gut war auch die Nachricht, dass sich die Kapitalanleger wieder an die Immobilie erinnern. Es bleibt jetzt nur zu wünschen übrig, dass sich die gute Stimmung auch während den Messenacharbeiten bestehen bleibt- denn nur, wenn Kaufentscheidungen getroffen werden, hat sich die Arbeit der Aussteller auch gelohnt. Kaufinteressenten kann ich eigentlich nur raten, die Entscheidung relativ zeitnah zu treffen: die Zinsen kommen meiner Meinung nach nicht mehr weiter runter. Und wer auf sinkende Immobilienpreise setzt, ist in der Region Böblingen/ Sindelfingen am falschen Ort. Die Preise für gute Lagen bleiben nach Expertenmeinung stabil – dieser schließe ich mich an.

11. März 2009

KfW 4 – Vorsicht bei der Antragshöhe!

Der Antrag auf KfW-Zuschuss – im Klartext “cash” – ist durch. Ein Haken hat die ganze Sache: Er ist auf die von mir im Antrag angegebene Maximalsumme gedeckelt. D. h., wenn es teurer werden sollte als 15.000 Euro, bekomme ich nicht die vom Staat versprochenen max. 5 Prozent der Investitionsumme. Aber nochmals von vorne:

  • Bei der KfW hier einen Antrag stellen
  • Ausfüllen und bei der Antragssumme einen Puffer einbauen – wenn es vermutlich 15.000 Euro kostet, 20.000 eintragen – dann ist man auf der sicheren Seite.
  • Ist der Antrag ausgefüllt, die Bestätigung zum Antrag CO2-Gebäudesanierungsprogramm (430) ausfüllen und beides nach Berlin schicken. Die in der Bestätigung geforderte “Erklärung des Sachverständigen” ist irreführend und muss nicht ausgefüllt werden. Sie betraf frühere Antragsteller, die ein Maßnahmepaket bezuschusst haben wollten, aber eine der im Maßnahmepaket geforderte Maßnahmen nicht erfüllen konnten.
  •  Auf die Antwort warten – es ging bei mir relativ schnell. Sie enthält eine Zuschuss-Nummer mit der angegebene Maximalförderung. Bei uns 750,00 Euro. Die programmgemäße Verwendung des Zuschusses muss innerhalb 18 Monaten abgerufen werden. Dazu muss ein beilegtes Formular ausgefüllt und die Rechnung des Fachbetriebes beigelegt werden. Das Formular sieht einigermaßen locker aus, Art der Investiton, Betrag EUR, Belg. Nr…. wir kennen das von der Denkmal-AfA. Dann die Richtigkeit bestätigen und ab damit.

Das mit den Fenster in unserem Haus ist so eine Sache. Die bisherigen Angebote schwanken zwischen 17.700 und 11.300 Euro!!!! Das verunsichert uns sehr. Ich muss daher weitere Angebote einholen und dann schauen wir mal. In Angriff nehmen wir die Geschichte aber auf jeden Fall, spätestens vor dem nächsten Winter (wahrscheinlich wird der dann 4 Monate lauwarm….) sollen die Fenster drin sein. Wenn sie montiert sind, schicke ich den Antrag nach Berlin und dann schauen wir weiter. to be continued.

9. März 2009

Saphir Haus in Böblingen vorgestellt

Marquardt Wohnbau ist ein mittelständiischer Bauträger. Mit 11 Mitarbeitern beweisen die Herrenberger seit über 15 Jahren, dass sie zu den richtig Guten am Markt gehören. Ihr neuestes Wohnbauprojekt hat den Namen Saphir Haus (die Edelsteinbenennung hat Tradition, vom Opal bis zum Smaragd war schon alles vertreten). Es steht für ein ganz neues Konzept, das die LOHAS-Philosphie aufgreift: Lifestyle of Health and Sustaianibility. Ein gesunder und nachhaltiger Lebensstil scheint für viele Menschen attraktiv. Zum Vortrag über die Baubiologie, die verwendeten Materialien, die Mischbauweise Holz/ Stein und dem Heizungskonzept mit  Holzpellets kamen über 30 Interessenten in die Böblinger Kongresshalle. Sehr interessant ist neben dem einmaligen Wohnkonzept die Lage vom Saphir Haus: das Grundstück zwischen Zeppelin- und Waldburgstraße in Böblingen gehört zu den bevorzugten Wohngegenden. Allerdings haben die Wohnungen zwischen 76,50  und knapp 190 Quadratmeter auch ihren Preis. Von 234.000 Euro schwingt sich die Preisspanne bis hinauf auf 559.000 Euro…. das entspricht einem Quadratmeterpreis von etwas über 3.000 Euro. Wer allerdings Wert auf ein ganzheitliches Projekt legt und den Wunsch hegt, dass seine Kinder in einem gesunden Wohnklima aufwachsen (es gibt z. B. Netzfreischalter, die den gesamten Stromkreis in der Wohnung abschalten, sobald kein Strom mehr gezogen wird – per Rechner lassen sich Leitungen zu Stand-by-Geräten aber freischalten), für diesen Personenkreis ist das Saphir Haus 1. Wahl.