Kaum bin ich mit dem Sonderthema “Die Bestandsimmobilie” durch, fange ich die Recherche zur nächsten Sonderveröffentlichung an. Seit nunmehr 6 Jahren erscheint immer im Herbst der “Bau-Atlas – Neubauten von A bis Z”. Dazu rufe ich alle Gemeinden an und sende ihnen per Mail ein Datenblatt. Hier ein Beispiel aus dem vergangenen Jahr:
Gemeinde: Aidlingen-Deufringen
Name des Baugebiets: Berg Laidorf
Grundstücke/ Einh./ Größe: 60/ 90/ 4 ha
Struktur: EFH, DH
Status: erschlossen
Gemeindeeigene Grundstücke: 8 Bauplätze
(Verkauf nur an Ortsansässige)
Wenn ja, Größe von bis: 320 – 770 m²
Wenn ja, für welche Bebauung: EFH, DH
Preise der Grundstücke: 315 bis 350 Euro/ qm
Städtische Fördermittel: Kindernachlass nach Einkommensgrenzen
Die Informationen aus diesem Datenblatt sind vor allem für Familien interessant, die ein Baugrundstück für ein freistehendes Einfamilienhaus bzw. eine Doppelhaushälfte suchen und nicht auf das Angebot eines Bauträgers zurückgreifen wollen. Sie finden im Bau-Atlas die Grundstücksangebote von ca. 25 Städten und Gemeinden im Landkreis BB. Der exakte Umfang hängt von der Anzahl der Baugebiete bzw. der dort gelegenen gemeindeeigenen Grundstück ab. Käufern, die Grundstücke auf dem freien Markt erwerben möchten, bleiben neben der Lektüres des Bau-Atlas 2008 zwei weitere Wege: im bevorzugten Baugebiet herumfragen, ob einer der Nachbarn weiß, wem das freie Grundstück gehört und ob es ggf. verkauft wird. Zweitens kann der Gang zum Makler helfen.
Vor- und Nachteile von gemeindeeigenen Grundstücken
Gemeindeeigene Grundstücke haben einen Vorteil: da die Gemeinden gerne junge Familien zum Verbleib in ihrer Kommunen bewegen wollen, unterstützen manche der Gemeinden den Kauf durch einen gewissen Preisnachlass. Auch der wird im Bau-Atlas veröffentlicht. In machen Kommunen gibt es den Quadratmeter für Familien (und jetzt kommt der Nachteil) die schon ein paar Jahre in der Gemeinde wohnen oder dort arbeiten für 5 Euro preiswerter und manchmal gibt es noch einen Preisnachlass pro Kind. Gut 400 qm braucht’s für ein Einfamilienhaus, macht dann 2.000 Euro Ersparnis. Kann man sich jetzt drüber streiten, ob sich das überhaupt lohnt, aber einem geschenkten Gaul…. In manchen Gemeinden unterliegt die ganze Geschichte auch noch einer Einkommensgrenze – wer also bei einem der großen Arbeitgeber hier im Landkreis arbeitet und Metall-Tarifler ist, geht meistens leer aus. Aber Fragen kostet in der Regel nix!
