25. August 2010
Die KfW teilt heute mit, dass sie zwei ihrer Förderungs- und Zuschussvarianten Ende August 2010 aus ihrem Programm nehmen wird. Dabei ist auch die Zuschussvariante, die wir für die Sanierung meiner Fenstern in Anspruch genommen haben. Betroffen sind die Programme 152 und 430 für “Einzelbaumaßnahmen: Wohnraum modernisieren” sowie Teile der Programme in ”Energieeffizient Sanieren – Sonderförderung.” Bauherren und Sanierer, die noch in den Genuß der Fördermittel und Zuschüsse kommen wollen, sei daher geraten, sich umgehend zu informieren und ihre Anträge noch bis zum 31.08.2010 zu stellen.
4. Mai 2010

So schön wie hier in Potsdamm steht der KfW-Bus in Stuttgart bestimmt nicht. Wer bauen oder sanierren will, sollte sich dennoch die Zeit nehmen, um sich zu informieren. (Foto Bildarchiv KfW)
Da die Förderprogramme der KfW-Bankengruppe für Bauherren und Sanierer immer komplexer werden, ist gut bedient, wer sich persönlich beraten lässt. Der Bus, der auf “Konjunktur-auf-Tour” quer durch Deutschland unterwegs ist, steht am 2. Juni 2010 von 10:00 bis 18:00 Uhr auf dem Börsenplatz (?)… den gibt’s in Stuttgart eigentlich nicht, nur eine Börsenstraße. Ich nehme mal an, dass die Damen und Herren aus Berlin “vor der Börse” gemeint haben.
30. April 2010
Die KfW Bankengruppe ergänzt ab 01. Mai 2010 das aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützte Förderangebot “Altersgerecht Umbauen” zur Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand um eine Zuschussvariante. Antragsberechtigt sind private Eigentümer von 1- und 2-Familienhäusern bzw. Eigentumswohnungen, Wohneigentümergemeinschaften sowie Mieter. Gefördert werden zum Beispiel der Einbau von Aufzügen, die Überbrückung von Treppenstufen, die Verbreiterung von Türen oder die Anpassung von Bädern, um eine selbstbestimmte und unabhängige Lebensführung unabhängig von Alter und jeglicher Einschränkung in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.
- Programmstart 01.05.2010
- Wohnungsbestand privater Eigentümer soll schneller an demografische Entwicklungangepasst werden
- Alternative zur Darlehensvariante
Ab einer Investitionssumme von 6.000 EUR kann ein Zuschuss von 5 % der förderfähigen Investitionskosten, max. 2.500 EUR pro Wohneinheit gewährt werden. Für Investoren mit umfassenderem Finanzierungsbedarf stehen darüber hinaus auch weiterhin Förderdarlehen zu sehr attraktiven Konditionen ab 1,51 % p. a. effektiv bereit. Das Programm basiert auf frei kombinierbaren, in sich flexiblen Förderbausteinen. Die dazu speziell für den Wohnungsbestand entwickelten technischen Mindestanforderungen stellen einen ersten bundesweiten Standard dar, der genügend Flexibilität bei der Umsetzung bietet, dabei jedoch eine hohe Qualität der Barrierereduzierung sicherstellt.
Weitere Informationen auf www.kfw.de oder über das Infocenter der KfW Bankengruppe unter der Telefonnummer 01801 / 33 55 77.
15. April 2010
Wissen ist Geld. Wer baut oder kauft oder kauft und saniert, der sollte wissen, welche staatlichen Fördermittel ihm zustehen und wie er sie beantragt. Da die Gelder nicht selbst beantragt werden können, und die Bänker, die die Anträge stellen müssen anscheinend nicht immer optimal informieren, sieht der Geldgeber – die KfW - Informationsbedarf. Die Förderbank schickt daher innerhalb eines Jahres seinen Info-Bus erneute auf Konjunk-Tour quer durch die Republik .

- Quelle KfW Bilderarchiv 2010
Der Termin für Stuttgart steht fest: der Bus parkt hier am 2. Juni 2010. Genauere Infos will die KfW aber erst später ins Netz stellen.
2. Februar 2010
Die KfW-Bankengruppe verteilt die Gelder der staatlichen Förderprogramme “Energieeffizientes Bauen und Sanieren”. Aber mal ehrlich: Wer blickt da schon durch? Für einen Privatmenschen, der ein altes Haus gekauft hat und sich mitten in den Umbauplanungen befindet, hat das

Foto: LBS
Thema unendliche Tiefen. Außerdem kann er die Fördermittel nur über seine Hausbank beantragen. Das macht in abhängig von den kommunikativen und fachlichen Kompetenzen seines Beraters – und mit denen steht es leider nicht immer zum Besten.
Schon während der Zeit als Schwellenhaushalt informieren
Käufer und Bauherren sollten sich daher schon im Vorfeld der Kaufentscheidung, wenn sie als so genannte Schwellenhaushalte bezeichnet werden, der zwar schon weiß, dass er kauft, sich aber noch nicht entschieden hat, was er kauft, bei der KfW regelmäßig über die Förderprogramme informieren – in Happen genossen verträgt sich die manchmal schwere Info-Kost besser, als auf einmal und unter Stress reingezogen. Durchblick verschafft das Online-Magazin der KfW-Förderbank “KfW-Chancen“, das übersichtlich, gut verständlich und mit Fallbeispielen auf das Thema hin- und mit Links auf die Homepage der Bank weiterführt. Abonnieren, locker einlesen, persönliche Fragen notieren und diese nach und nach recherchieren. Wer beim Beratungsgespräch mit dem Bänker die Programm-Nummern und die Modalitäten kennt, dem kann auch nichts vorenthalten werden – ohne dem Bänker hier Absicht zu unterstellen.
Natürlich haben auch Käufer von energieeffizienten Neubauten Anspruch auf Fördermittel. Sie werden aber im Normalfall durch den Bauträger informiert und in der Regel kümmert der sich auch um den Antrag.
28. Januar 2010
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, kurz BMVBS, bzw. Bundesbauminister Peter Ramsauer, konnte den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages davon überzeugen, durch einen sogenannten “Vorgriff auf den Haushalt 2010″ die dringend erwarteten Gelder für die Förderprogramme energieeffizientes Bauen und Sanieren locker zu machen. Anfang Januar 2010 waren die Zahlungen vorläufig eingestellt worden, da die Förderkasse der KfW leer, der neue Haushalt aber noch nicht verabschiedet war. Mit dem Resultat, dass Anfang des Jahres so manche Bau- und Sanierungsfinanzierung geplatzt sein wird. Durch den Kunst-Vorgriff in die Staatskasse wird jetzt sichergestellt, dass Anträge von Bauherren, Käufern und Sanierern auch vor Abschluss der Haushaltsverhandlungen durch die KfW wieder bewilligt werden können. Also, auf zur Bank!
12. Januar 2010
Nachdem ich heute Morgen die Nachricht über den Förderstopp der KfW für deren Programm zur energetischen Gebäudesanierung gelesen habe, fiel mir ein, dass ich die Geschichte über unseren Antrag auf Zuschuss zur Sanierung unserer Fenster abschließen kann: das Geld wurde Ende Dezember 2009 auf unser Konto überwiesen. Knapp 650 Euro betrug der staatliche Zuschuss zu guter Letzt. Die Rechung für die Fenster hatte ich mit dem von der KfW zugeschickten Formular am 28.09.2009 zurück nach Berlin geschickt – dann hat es drei Monate gedauert, bis das Geld ausbezahlt war.
Fazit: Antrag stellen lohnt sich auf jeden Fall. Das Ganze ist zwar leicht zäh, wer aber rein buchhalterisch seinen Stundenlohn berechnet, kommt auf einen netten Stundensatz. Insgesamt hat es ein Jahr gedauert, vom ersten Antrag bis zur Auszahlung. Aber als ich den Antrag am 15. Januar 2009 gestellt habe, waren die Fenster ebenfalls noch in weiter Ferne – eingebaut wurden sie am 16 und 17.09.2009. Also immer cool und lässig bleiben und sich über das staatliche Geschenk freuen.
2. Oktober 2009
Die KfW-Förderbank informiert darüber,wie sie ihre Förderung in den Programmen “Energieeffizientes Bauen” und “Energieeffizientes Sanieren” an die zum 01.10.2009 in Kraft getretene neue EnEV anpassen wird. Nach einer Übergangszeit bis zum 31.12.2009 gilt folgendes:
- die Zinsen für beide Förderprogramme bleiben gleich
- der Tilgungszuschuss aber steigt mit der Energieeffizienz des Gebäudes bzw. des erreichten Standards nach der Sanierung eines Altbaus. Hier die Zahlen in der Übersicht:
Energieeffizient Sanieren
Bezugsgröße:
EnEV 2007 |
Bezugsgröße:
EnEV 2009 |
Zinssatz |
Tilgungszuschuss |
| Einzelmaßnahmen |
2,47% eff. |
- |
| KfW-Effizienzhauss 100 |
KfW-Effizienzhauss 130 |
1,41% eff. |
5% |
| |
KfW-Effizienzhauss 115 |
1,41% eff. |
7,5% |
| KfW-Effizienzhauss 70 |
KfW-Effizienzhauss 100 |
1,41% eff. |
12,5% |
| |
KfW-Effizienzhauss 85 |
1,41% eff. |
15% |
Energieeffizient Bauen
Bezugsgröße:
EnEV 2007 |
Bezugsgröße:
EnEV 2009 |
Zinssatz |
Tilgungszuschuss |
| KfW-Effizienzhauss 70 |
KfW-Effizienzhauss 85 |
4,06% eff. |
- |
| KfW-Effizienzhauss 55 |
KfW-Effizienzhauss 70 |
2,47% eff. |
- |
| |
KfW-Effizienzhauss 55* |
- |
-
(Grafik Kfw-Förderbank)
|
Einheitliche Standards sind die im Frühjahr 2009 eingeführten neuen “KfW-Effizienzhäuser 100, 70 und 55. Das 100er Haus ist der von der neuen EnEV vorgeschriebene Mindeststandard, als Maßstab wird ein Neubau zugrunde gelegt. Sein jährlicher Primärenergieverbrauch entspricht 100 Prozent. Das 70er Haus braucht nur 70 Prozent dieser Menge, das noch besser gedämmte und mit noch mehr regenerativer Energie versorgt KfW-Effizienzhaus 55 liegt dann also 45 Prozent unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Maximal-Energieverbrauch – ganz gleich, ob es sich dabei um einen Neubau oder einen sanierten Altbau handelt. Für Bauherren und Sanierer ist es jetzt im Vorfeld leichter zu definieren, welche Maßnahmen notwendig sind, um den angestrebten Standard zu erreichen. Und die Finanzierung kann aufgrund der neuen Tilgungszuschüsse exakter kalkuliert werden.
11. März 2009
Der Antrag auf KfW-Zuschuss – im Klartext “cash” – ist durch. Ein Haken hat die ganze Sache: Er ist auf die von mir im Antrag angegebene Maximalsumme gedeckelt. D. h., wenn es teurer werden sollte als 15.000 Euro, bekomme ich nicht die vom Staat versprochenen max. 5 Prozent der Investitionsumme. Aber nochmals von vorne:
- Bei der KfW hier einen Antrag stellen
- Ausfüllen und bei der Antragssumme einen Puffer einbauen – wenn es vermutlich 15.000 Euro kostet, 20.000 eintragen – dann ist man auf der sicheren Seite.
- Ist der Antrag ausgefüllt, die Bestätigung zum Antrag CO2-Gebäudesanierungsprogramm (430) ausfüllen und beides nach Berlin schicken. Die in der Bestätigung geforderte “Erklärung des Sachverständigen” ist irreführend und muss nicht ausgefüllt werden. Sie betraf frühere Antragsteller, die ein Maßnahmepaket bezuschusst haben wollten, aber eine der im Maßnahmepaket geforderte Maßnahmen nicht erfüllen konnten.
- Auf die Antwort warten – es ging bei mir relativ schnell. Sie enthält eine Zuschuss-Nummer mit der angegebene Maximalförderung. Bei uns 750,00 Euro. Die programmgemäße Verwendung des Zuschusses muss innerhalb 18 Monaten abgerufen werden. Dazu muss ein beilegtes Formular ausgefüllt und die Rechnung des Fachbetriebes beigelegt werden. Das Formular sieht einigermaßen locker aus, Art der Investiton, Betrag EUR, Belg. Nr…. wir kennen das von der Denkmal-AfA. Dann die Richtigkeit bestätigen und ab damit.
Das mit den Fenster in unserem Haus ist so eine Sache. Die bisherigen Angebote schwanken zwischen 17.700 und 11.300 Euro!!!! Das verunsichert uns sehr. Ich muss daher weitere Angebote einholen und dann schauen wir mal. In Angriff nehmen wir die Geschichte aber auf jeden Fall, spätestens vor dem nächsten Winter (wahrscheinlich wird der dann 4 Monate lauwarm….) sollen die Fenster drin sein. Wenn sie montiert sind, schicke ich den Antrag nach Berlin und dann schauen wir weiter. to be continued.
30. Januar 2009
so, hier die Fortsetzung der Geschichte. Nachdem ich gesehen habe, dass die Verbraucherzentrale Stuttgart bis 16 Uhr erreichbar ist, habe ich dort kurz angerufen. Umsonst, denn die bieten nur eine Beratung und keine Sachverständigendienstleistungen. Also habe ein Ingenieurbüro angerufen, das auf der Liste des BAFA für Sindelfingen angegeben wurde. Es war ein interessantes Gespräch. Das mir vorliegende Formular ist eigentlich der Antrag für die von mir unten geschilderten Maßnahmepakete – ein eigenständiges Formular für Einzelmaßnahmen gibt es (noch) nicht. Wenn jetzt also jemand ein Maßnahmepaket geplant hat, aber aus irgend einem Grund eine der geforderten Maßnahmen nicht ausführen kann, dann muss der Sachverständige an dieser Stelle den Grund dafür bestätigen.
Also meinte die sehr nette Ingenieurin, ich solle den Antrag ausfüllen und ohne Sachverständigenbescheid an die KfW schicken – mach ich glatt! To be continued.