Der Bankenverband nimmt sich in einer Pressemeldung einer immer wiederkehrenden Frage an. Mit ihr habe ich mich im Vorfeld der Immo-Messe Böblingen ebenfalls beschäftigt. Der Bankenverband stellt die Frage, ob kaufen günstiger als mieten sei? Ich frage mich immer, ob sich Mieter überhaupt mit dieser Frage auseinandersetzen? Denn ehrlich, es könnten eigentlich viel mehr Menschen/ Familien Wohneigentum erwerben, wenn sie sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen würden. Doch zurück zum Bankenverband. Er hat ein nettes Chart zur Veröffentlichung angehängt, dass aufzeigt, mit welch geringer monatlichen Belastung derzeit 100.000 Euro Baugeld zu finanzieren und abzubezahlen sind.

Doch zugegeben: Wohneigentum ist in Summe immer teurer als Mieten. Reparaturen, Rücklagen, Hausgeld, Steuern, Sanierungsmaßnahmen: Eigentum ist ein Riesensparschwein, dass gerne mal einen Batzen Euros in sich hinein frißt. Allerdings ist es ein liebenswürdiges Schweinchen.
Kaufinteressenten und Schwellenhaushalte sollten sich auch einmal zeitlich nach hinten orientieren. Das 30-Jahre-Chart
der Interhyp zeigt, dass Baugeld auch schon mal 11,5 Prozent gekostet hat. Damals kosteten 100.000 DM stolze 958,33 DM im Monat, mit einer 1-prozentigen Tilgung wären es 1.041,67 DM/ Monat. Eine Menge Geld für damaligen Zeiten. Aus dieser Perspektive und angesichts steigender Mieten kann es eigentlich nur eine Antwort auf die Frage des Bankenverbandes geben: Kaufen statt Mieten!
