1. Juni 2010
Nach einem Mai voller Arbeit und teilweise heftigem Stress – das merkt der Leser auch an der Zahl der Einträge in meinen Blog – fahren wir ein paar Tage zum Zelten an die Cèse im Departement Gard. Kein Rechner, kein Telefon (vom Handy einmal abgesehen), keine Termine… wir sind dann Mitte Juni wieder in alter Frische im Büro.
Einen Termin für Kaufinteressenten habe ich noch: am Freitag, den 11. Juni 2010 findet von 15.30 bis 17.00 Uhr in der Adlerstraße 20 auf dem Böblinger Tannenberg der Baggerbiß bzw. ein Infoveranstaltung für das erste Mehrfamilienhaus auf dem ehemaligen Schick-Areal statt. Die tolle Lage über den Dächern der Stadt wird ergänzt durch eine hochwertige Ausstattung und einer deutlich verbesserten Architektur – unsprünglich war das Haus mit einem Pultdach geplant. Die jetztige Version mit dem Satteldach gefällt mir wesentlich besser. Infos zum Gesamtprojekt bei der Kreissparkasse Böblingen, beim Projektentwickler Kimmerle & Jauch (der vermarktet die Wohnungen) oder hier und hier.
18. Mai 2010
Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland haben laut einer Studie des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken e. V. die Krisenzeit bisher gut überstanden (warten wirs ab, wenn der Euro mal so richtig in den Keller fährt). Im Vergleich zum Vorquartal haben die Preise um 0,9 Prozent nachgegeben, im Vergleich zum Vorjahresquartal um gerade einmal 1,5 Prozent. Für die derzeitigen Verhältnisse ist sind das marginale Zahlen: denkt an Spanien oder England oder USA, da gingen die Preise zweistellig in den Keller. Branchenteilnehmer und private Verkäufer werden es trotzdem nicht gerne hören, wenn ihre Ware oder Besitz langsam aber sicher weniger wert wird. Allerdings wäre mir eine regional aufbereitete Studie lieber als eine gesamtdeutsche. Ich bin mir sicher, dass das Resultat für den Großraum Stuttgart oder Böblingen/ Sindelfingen so nicht zutrift. Hier stagnieren nach einhelliger Expertenmeinung die Preise auf einem hohen Niveau.
30. April 2010

Blick in den später grünen Hof zwischen den beiden Gebäude (Foto Matthias Hoffmann 2010)
Mit einem kleinen Festakt wurde gestern Richtfest für das generationenübergreifende Wohnbauprojekt “Wohnen am Ziegelhof” gefeiert. Die Böblinger Baugesellschaft hat zwei Wohn- und Geschäftshäuser in der Böblinger Straße 58 -60 erstellt. Hier werden einmal Jung und Alt einträchtig neben- und miteinander leben. Im vorderen Haus an der Böblinger Straße wird im EG eine Kindertagesstätte für Kinder unter 3 Jahren eingerichtet, dazu einen Raum für den Seniorenrat sowie eine Gewerbeeinheit. Darüber liegen acht Drei- und Zweizimmerwohnungen, eine davon als Maisonette. Das hintere, ruhiger gelegene Gebäude wird zwölf Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen 57 qm und 106 qm beherbergen - mit den größeren Wohnungen werden vor allem junge Familien angesprochen – für Feste und Veranstaltungen wird in diesem Gebäude ein Gemeinschaftsraum eingerichtet. Aufzüge und die hauseigene Tiefgarage runden die gute Ausstattung dieser zentrumsnahen Lage ab.
Barriefrei und energerieffizient
Die meisten Wohnungen im Ziegelhof wurden barrierefrei geplant. Die Wärmeversorgung der Gebäude erfolgt über Erdwärme (Geothermie). Sie deckt kostengünstig und umweltschonend 75 bis 80 Prozent aller Heizlaststände im Jahr ab. Der Staat fördert den Kauf dieser den KfW-Richtlinien entsprechenden Wohnungen durch langfristige zinsverbilligte Darlehen.
Pflegerisches und hauswirtschaftliches Angebote
Senioren können das pflegerische und hauswirtschaftliche Angebote des benachbarten Seniorenzentrums “Haus am Ziegelhof” bei Bedarf in Anspruch nehmen. Neben z. T. kostenpflichtigen Hilfsdiensten bietet das Altenzentrum auch gesellige Angebote, einen Mittagstisch sowie einen Telefonnotruf.
13. April 2010
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Nach einer entspannten Woche im schönen Finistére

Klasse plage westlich von Kerlouan (Foto Matthias Hoffmann 2010)
bin ich am 2. Tag im Büro schon wieder voll dabei. Nächste Woche wird ein Sonderthema in der SZBZ mit dem Titel “Energieeffizientes Wohneigentum” erscheinen. Hintergrund ist, dass wir darstellen wollen, wie die einzelnen Bauträger die Vorgaben der EnEV erfüllen oder übertreffen. Die einen setzen auf Geothermie, die anderne auf Luft-Wärme-Pumpen und ein Dritter schwört auf Holz-Pellett-Heizungen. Wenn ich mir den kompletten Überblick verschafft haben werde , veröffentliche ich hier eine Liste mit den bauträgerspezifischen Lösungswegen. Bis dahin a bientôt.
31. März 2010
Es wird Zeit. Zeit für Ruhe und Entspannung, gute Luft und ein Gläschen Wein, für deftigen Käse und knuspriges Baquette, für lange Spaziergänge und wilde Strände, für verführerische Menüs und frischen Fisch, für Schlaf und angenehme Träume, für konzentrierte Lektüre und magisches Licht, für Sturm und Regen… kurz: wir fahren mal wieder nach Penn Ar Bed. Im äußersten Zipfel der Bretagne liegt das westlichste Département Frankreichs, das Finistère. Die Bedeutung des französischen Namens meiner persönlichen Akku-Ladestation ist “Ende der Welt”, der Bretone sieht es andersherum, für ihn ist das Glas halb voll - Penn Ar Bed heißt übersetzt “Anfang der Welt”. In diesem Sinne wünsche ich schöne Ostern und bis nach den Feiertagen.

Foto Matthias Hoffmann 2008
26. März 2010
Normalerweise gehen wir davon aus, dass die monatliche Belastung durch Wohneigentum etwas höher liegt als die Nebenkosten eines vergleichbaren Mietobjekts. Zu Buche schlagen neben Zins und Tilgung Rücklagen für Reparaturen und Sondertilgungen. Die reinen Nebenkosten sind allerdings gleich. Ich habe eine Meldung des Deutschen Mieterbundes zum Anlass genommen, unsere privaten Nebenkosten exakt auszurechnen: mit 2,37 Euro/ qm liegen wir leicht über dem Betriebskostenschnitt eines deutschen Mieters von 2,19 Euro/ qm. Unsere Betriebskosten ergeben sich aus Gas, Wasser und Abwasser, Strom, Müll, Grundsteuer, Kaminfeger und Gebäudeversicherung. Für unsere 85 m²-Häuschen addieren sich diese Einzelposten auf 2.217,40 Euro im Jahr – 95 Prozent davon greifen alleine die Stadtwerke ab. Von irgendwas müssen die ja auch leben… Leider trifft vermutlich sowohl für Mieter als auch Eigentümer die Tatsache zu, dass die Nebenkosten im Laufe der Jahre ziemlich heftig gestiegen sind. Von 2007 auf 2008 um ganze 4,7 Prozent.
Vorteil des Eigentümers: Er kann zielgerichtet gegen steigende Betriebskosten vorgehen. Doch eine bessere Wärmedämmung, neue Fenster oder eine effizientere Heizung kosten Geld… und somit wären wir wieder am Anfang dieser Geschichte.
Fazit: Die Betriebskosten für Wohneigentum sind weder preiswerter noch teurer. Aber sie können durch Eigeninitiative beinflusst werden und sind – ganz wichtig – transparent. Wenn ich mir die lange Liste der Nebenkosten eines Mieters anschaue, wirds mir elend: Um seine Nebenkosten auf Euro und Cent kontrollieren zu können, müsste ihm sein Vermieter jede einzelne Rechnung für Gartenpflege, Aufzugwartung, Straßenreinigung, Gebäudereinigung, allgemeiner Strom, Hauswart, Kabelfernsehen und Sonstiges - vermutlich die wöchentliche Kiste Bier des Vermieters ;-) - offenlegen. Und welcher Vermieter tut das schon?
19. März 2010
Döffingen – Heute Vormittag wurde in Anwesenheit vom baden-württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister der Spatenstich für die neue Ortsmitte von Grafenau-Döffingen gefeiert. Für die Gemeinde war das laut BM Martin Thüringer ein großer Tag. Nach 10 Jahren können jetzt auf dem ehemaligen Druckerei-Seeger-Gelände die Pläne vom Böblinger Architekturbüro Hinrichsmeyer & Bertsch umgesetzt werden, die Baugenossenschaft Sindelfingen nimmt als Investor rund 20 Mio. Euro in die Hand. Auf der rund 50 ar Fläche werden rund um einen Marktplatz Einzelhäuser, Eigentumswohnungen und Gewerbeeinheiten entstehen – sehr moderne übrigens.
Wirtschaftminister Ernst Pfister behielt vom Bagger aus beim Spatenstich in Döffingen alle Beteiligten fest im Blick (Foto Matthias Hoffmann).
Es hat mich gewundert, dass der schöne aber recht puristische Flachdachentwurf der Böblinger den Wettbewerb gewonnen hat – mir gefiel er an der Wettbewerbsvorstellung auch am besten, aber ich hatte das Gefühl, dass vor allem die älteren Bewohner des Ortes die Satteldachvariante von Schwab-Architektur bevorzugt hätten. Aber hier wird ja schließlich für die Zukunft und nicht die Vergangenheit gebaut. Möglich wird diese gelungene Ortskernsanierung auch durch den Einsatz von Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm – rund 1,5 Mio Euro an Steuergeldern wurden hier investiert. Die Rendite ist sehenswert. Wirtschaftsminister Pfister: „ Die eineinhalb Millionen Euro lösen ein achtfaches Investitionsvolumen aus“ Nach Baubeginn soll in einem 1. Bauabschnitt vier sollen vier Gebäude entstehen. Bezugsfertig sind die Einheiten aller Vorrausicht nach im Sommer 2012.
2. März 2010
Alle Jahre wieder das gleiche Procedere: Während der Vorbereitungen für die Immo-Messe in Böblingen schaffe ich es einfach nicht, regelmäßig zu bloggen. Vielleicht sollte ich in diesen Zeiten morgens einfach den Blog öffnen und dann gelegentlich einen Satz hinzufügen – so quasi ein Twitter im Blog? Ein Logwitter oder ein Bwitter oder Twit-log. Aber mal im Ernst: es gibt Zeiten, in denen es Wichtigers als das Bloggen gibt. Schließlich muss ich von meiner Schreiberei leben. Also heißt es, Prioritäten zu setzen. Morgen früh schreibe ich den Aufmacher für die Messe-Zeitung. Das bedeutet, letzte Story, dann wird nur noch die Rechnung geschrieben. Und dann versuche ich es mal mit dem Twit-Log-System….
12. Februar 2010
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: so auch unsere Immobilien Messe, die am 13. und 14. März 2010 in der Kongresshalle Böblingen stattfinden wird. Meine Kollegin und ich sind gerade dabei, die Messezeitung vorzuber
eiten. Denn im Messepaket ist nicht nur der Stand enthalten, sondern auch ein halbe Seite Werbung in der Zeitung. Um diese möglichst genau mit den Wünschen, Ansprüche und CIs der Kunden bzw. deren Produkte abzustimmen, sind zahlreiche Termine bei den Ausstellern notwendig – am Dienstag waren wir auf Nordschwarzwaldtour, am Mittwoch in Fellbach und Altdorf und heute in Holzbronn bei Calw. Unter dieser Termin-Tortur leidet mein Blog…. aber ich halte mich ran. Dazu hält uns der Winternach wie vor fest im Griff, die Fahrt heute Morgen war trotz Golf mit Winterreifen eine rutschige Angelegenheit. Die Immobilienbranche bereitet sich also im Moment auf das große Frühlingserwachen vor.
27. Januar 2010
Ich habe in den vergangenen zwei Wochen ein Sonderthema für die Sindelfinger Zeitung realisiert, die Immobilien Perspektiven 2010. Dazu habe ich für die Geschäftsführer der teilnehmenden Unternehmen so genannte Autorenartikel verfasst. In ihnen stellen sie die Perspektiven des kommenden Immobilien-Jahres dar. Folgender Text ist der Aufmacher für die Sonderveröffenlichtung, die morgen erscheinen wird:
Die weiteren Aussichten: positiv
Die Teilnehmer des regionalen Immobilienmarktes blicken optimistisch in das Jahr 2010. Die Immobilienbranche, die mit einem Jahresumsatz von 384 Mrd. Euro für die Volkswirtschaft von weit höherer Bedeutung ist als der Fahrzeug- und der Maschinenbau mit jeweils rund 85 Mrd. Euro, hat sich in der Krise als Stabilitätsfaktor bewährt. Nach der Talfahrt in 2009 zeigen sich zudem erste positive Tendenzen.
Neubau erholt sich
Die Zahlen für den Neubau haben sich schon Ende 2009 leicht erholt. Die Bedeutung des Neubaus wird nach Expertenmeinung in 2010 wieder steigen. Als Gründe hierfür werden die gute Energieeffizienz, attraktive innerstädtische Lagen sowie nur ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis genannt. Private Kapitalanleger sehen das anscheinend genauso. Angesichts steigender Mieten und niedriger Zinsen rechnet sich für sie die Investition in eine Neubauwohnung oder ein Mehrfamilienhaus.
Zuwächse bei den Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen
Auch wenn der Neubau die Talsohle verlassen hat, dominiert die Bestandsimmobilie nach wie vor den regionalen Immobilienmarkt. So vermittelte z. B. die Kreissparkasse Böblingen im Jahr 2009 insgesamt 177 Eigentumswohnungen und Häuser, 140 davon waren Gebrauchtimmobilien. Stabile Preise und gute Lagen in gewachsenen Wohnquartieren sorgen für diesen Nachfrageüberhang. Da die Energiebilanz der Altbauten in den meisten Fällen gelinde gesagt schlecht ist, sind vor allem bei den Energiespar-Investitionen Zuwächse zu erwarten. Die Mehrkosten für eine energiesparende Fassadendämmung und eine effiziente Heizung werden durch staatliche Förderungen aufgefangen und amortisieren sich durch den geringeren Energieverbrauch innerhalb weniger Jahre.
Stabile Preise
Auch in 2010 erwarten die Immobilienfachleute keine signifikanten Preissteigerungen. Allerdings muss der Jahresprimärenergiebedarf eines Neubaus aufgrund gesetzlicher Vorgaben um 30 Prozent niedriger liegen als noch nach ENEV 2007 erforderlich. Daher findet die 1,5-prozentig Preissteigerung für Neubauten in 2009 wahrscheinlich auch in diesem Jahr ihre Fortsetzung. Im Bestand zeichnet sich ab, dass energetisch sanierte Wohngebäude stabile Preise erzielen, Energieschleudern dagegen unter Preisdruck geraten werden.
Trendbarometer Immo-Messe 2010
Aufgrund der derzeitigen Kälte zeigt sich der Immobilienmarkt noch abgekühlt. Doch der Frühling wird kommen und mit ihm die Nachfrage. Erstes Trendbarometer in 2010 wird die Immo-Messe in der Böblinger Kongresshalle sein. Nach dem 13. und 14. März werden die Experten wissen, ob sich ihre prognostizierten Tendenzen festigen oder ob sich der Markt entgegen ihre positiven Erwartungen entwickelt.