12. Juli 2010
Wir erstellen gerade für die Sindelfinger Zeitung ein neues Produkt. Unter dem Namen “Top Immobilien” werden wir eine Art Magazin veröffentlichen, das dem Leser einen Überblick über den aktuellen Markt für Wohnimmobilien im Landkreis Böblingen bieten wird. Wir sind bei 24 halben Zeitungsseiten gelandet. Nur der Umschlag wird auf Hochglanzpapier gedruckt, der Rest auf etwas besserem Zeitungspapier. Es ist spannend, was dabei herauskommen wird. Hier eine halbe Seite als pdf, so wie sie nachher im Thema veröffentlicht wird – ich finde, die Gestaltung ist echt gelungen. Vukovic
Ja, ich weiß, die Richtfeste nehmen überhand. Aber wo viel gebaut wird, wird entsprechend viel gefeiert. Am vergangenen Freitag, den 09.07. 2010 war es im “Erdwärmepark Felsengarten” soweit. Die kleine Siedlung liegt in einem alten, sehr hübschen Steinbruch in Böblinger Stadtteil Dagersheim. Ich habe mit einigen Erwerbern Kurzinterviews für eine spätere Veröffentlichung (der schlaue PRler baut vor…) geführt. Als Kaufgrund gaben sie alle die außergewöhnliche Lage an. Auf dem Foto sieht man auch, dass die 13 Häuser und 6 Wohnungen mitten im Städtle aber trotzdem ruhig im Grünen liegen. Überzeugend ist auch das Energiekonzept: jedes Haus verfügt über seine eigene Tiefenbohrung, so dass die Eigentümer völlig individuell ihre Erdwärmeheizung einsetzen können und bei der Wartung unabhängig sind. 9 der Häuser waren zum Zeitpunkt des Richtfests verkauft, auch im 6-Familienhaus sind mindestens drei Wohnungen verkauft. Der Vertrieb läuft über die Vereinigte Volksbank AG.

Blick von der Oberkante des Steinbruchs über den "Erdwärmepark Felsengarten" auf die Ortsmitte von Dagersheim (Foto Matthias Hoffmann 2010)
7. Juli 2010
Hinter dem Sindelfinger Bauträger Integralbau versteckt sich Wolfgang Körner. Er baut seit Jahren Mehrfamilienhäusern in Baulücken in gewachsenen Wohngebieten. Im Sindelfinger Stadtteil Maichingen hat er am 2. Juli 2010 den Richtbaum auf seinem aktuellen Projekt aufgerichtet. In dem 8-Familienhaus sind derzeit 3 Wohnungen verkauft. Käufer erhalten neben der ruhigen, aber sehr zentralen Lage eine gute Verkehrsanbindung und Ausstattung. Bis zum nagelneuen S-Bahnhof sind es gerade einmal max. 300 Meter und das Haus verfügt über einen Aufzug und eine Tiefgarage. Nachhaltig und umweltfreundlich ist die Energieversorgung durch ein mit Gas betriebenes Blockheizkraftwerk, das bei der Brauchwassererwärmung von einer Solaranlage auf dem Dach unterstützt wird. Leider hat Intergralbau keinen Internetauftritt, so dass ich nur mit einer Telefonnummer dienen kann: 07031/ 81 11 61.

Foto: Integralbau
1. Juni 2010
Nach einem Mai voller Arbeit und teilweise heftigem Stress – das merkt der Leser auch an der Zahl der Einträge in meinen Blog – fahren wir ein paar Tage zum Zelten an die Cèse im Departement Gard. Kein Rechner, kein Telefon (vom Handy einmal abgesehen), keine Termine… wir sind dann Mitte Juni wieder in alter Frische im Büro.
Einen Termin für Kaufinteressenten habe ich noch: am Freitag, den 11. Juni 2010 findet von 15.30 bis 17.00 Uhr in der Adlerstraße 20 auf dem Böblinger Tannenberg der Baggerbiß bzw. ein Infoveranstaltung für das erste Mehrfamilienhaus auf dem ehemaligen Schick-Areal statt. Die tolle Lage über den Dächern der Stadt wird ergänzt durch eine hochwertige Ausstattung und einer deutlich verbesserten Architektur – unsprünglich war das Haus mit einem Pultdach geplant. Die jetztige Version mit dem Satteldach gefällt mir wesentlich besser. Infos zum Gesamtprojekt bei der Kreissparkasse Böblingen, beim Projektentwickler Kimmerle & Jauch (der vermarktet die Wohnungen) oder hier und hier.
18. Mai 2010
Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland haben laut einer Studie des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken e. V. die Krisenzeit bisher gut überstanden (warten wirs ab, wenn der Euro mal so richtig in den Keller fährt). Im Vergleich zum Vorquartal haben die Preise um 0,9 Prozent nachgegeben, im Vergleich zum Vorjahresquartal um gerade einmal 1,5 Prozent. Für die derzeitigen Verhältnisse ist sind das marginale Zahlen: denkt an Spanien oder England oder USA, da gingen die Preise zweistellig in den Keller. Branchenteilnehmer und private Verkäufer werden es trotzdem nicht gerne hören, wenn ihre Ware oder Besitz langsam aber sicher weniger wert wird. Allerdings wäre mir eine regional aufbereitete Studie lieber als eine gesamtdeutsche. Ich bin mir sicher, dass das Resultat für den Großraum Stuttgart oder Böblingen/ Sindelfingen so nicht zutrift. Hier stagnieren nach einhelliger Expertenmeinung die Preise auf einem hohen Niveau.
30. April 2010

Blick in den später grünen Hof zwischen den beiden Gebäude (Foto Matthias Hoffmann 2010)
Mit einem kleinen Festakt wurde gestern Richtfest für das generationenübergreifende Wohnbauprojekt “Wohnen am Ziegelhof” gefeiert. Die Böblinger Baugesellschaft hat zwei Wohn- und Geschäftshäuser in der Böblinger Straße 58 -60 erstellt. Hier werden einmal Jung und Alt einträchtig neben- und miteinander leben. Im vorderen Haus an der Böblinger Straße wird im EG eine Kindertagesstätte für Kinder unter 3 Jahren eingerichtet, dazu einen Raum für den Seniorenrat sowie eine Gewerbeeinheit. Darüber liegen acht Drei- und Zweizimmerwohnungen, eine davon als Maisonette. Das hintere, ruhiger gelegene Gebäude wird zwölf Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen 57 qm und 106 qm beherbergen - mit den größeren Wohnungen werden vor allem junge Familien angesprochen – für Feste und Veranstaltungen wird in diesem Gebäude ein Gemeinschaftsraum eingerichtet. Aufzüge und die hauseigene Tiefgarage runden die gute Ausstattung dieser zentrumsnahen Lage ab.
Barriefrei und energerieffizient
Die meisten Wohnungen im Ziegelhof wurden barrierefrei geplant. Die Wärmeversorgung der Gebäude erfolgt über Erdwärme (Geothermie). Sie deckt kostengünstig und umweltschonend 75 bis 80 Prozent aller Heizlaststände im Jahr ab. Der Staat fördert den Kauf dieser den KfW-Richtlinien entsprechenden Wohnungen durch langfristige zinsverbilligte Darlehen.
Pflegerisches und hauswirtschaftliches Angebote
Senioren können das pflegerische und hauswirtschaftliche Angebote des benachbarten Seniorenzentrums “Haus am Ziegelhof” bei Bedarf in Anspruch nehmen. Neben z. T. kostenpflichtigen Hilfsdiensten bietet das Altenzentrum auch gesellige Angebote, einen Mittagstisch sowie einen Telefonnotruf.
13. April 2010
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Nach einer entspannten Woche im schönen Finistére

Klasse plage westlich von Kerlouan (Foto Matthias Hoffmann 2010)
bin ich am 2. Tag im Büro schon wieder voll dabei. Nächste Woche wird ein Sonderthema in der SZBZ mit dem Titel “Energieeffizientes Wohneigentum” erscheinen. Hintergrund ist, dass wir darstellen wollen, wie die einzelnen Bauträger die Vorgaben der EnEV erfüllen oder übertreffen. Die einen setzen auf Geothermie, die anderne auf Luft-Wärme-Pumpen und ein Dritter schwört auf Holz-Pellett-Heizungen. Wenn ich mir den kompletten Überblick verschafft haben werde , veröffentliche ich hier eine Liste mit den bauträgerspezifischen Lösungswegen. Bis dahin a bientôt.
31. März 2010
Es wird Zeit. Zeit für Ruhe und Entspannung, gute Luft und ein Gläschen Wein, für deftigen Käse und knuspriges Baquette, für lange Spaziergänge und wilde Strände, für verführerische Menüs und frischen Fisch, für Schlaf und angenehme Träume, für konzentrierte Lektüre und magisches Licht, für Sturm und Regen… kurz: wir fahren mal wieder nach Penn Ar Bed. Im äußersten Zipfel der Bretagne liegt das westlichste Département Frankreichs, das Finistère. Die Bedeutung des französischen Namens meiner persönlichen Akku-Ladestation ist “Ende der Welt”, der Bretone sieht es andersherum, für ihn ist das Glas halb voll - Penn Ar Bed heißt übersetzt “Anfang der Welt”. In diesem Sinne wünsche ich schöne Ostern und bis nach den Feiertagen.

Foto Matthias Hoffmann 2008
26. März 2010
Normalerweise gehen wir davon aus, dass die monatliche Belastung durch Wohneigentum etwas höher liegt als die Nebenkosten eines vergleichbaren Mietobjekts. Zu Buche schlagen neben Zins und Tilgung Rücklagen für Reparaturen und Sondertilgungen. Die reinen Nebenkosten sind allerdings gleich. Ich habe eine Meldung des Deutschen Mieterbundes zum Anlass genommen, unsere privaten Nebenkosten exakt auszurechnen: mit 2,37 Euro/ qm liegen wir leicht über dem Betriebskostenschnitt eines deutschen Mieters von 2,19 Euro/ qm. Unsere Betriebskosten ergeben sich aus Gas, Wasser und Abwasser, Strom, Müll, Grundsteuer, Kaminfeger und Gebäudeversicherung. Für unsere 85 m²-Häuschen addieren sich diese Einzelposten auf 2.217,40 Euro im Jahr – 95 Prozent davon greifen alleine die Stadtwerke ab. Von irgendwas müssen die ja auch leben… Leider trifft vermutlich sowohl für Mieter als auch Eigentümer die Tatsache zu, dass die Nebenkosten im Laufe der Jahre ziemlich heftig gestiegen sind. Von 2007 auf 2008 um ganze 4,7 Prozent.
Vorteil des Eigentümers: Er kann zielgerichtet gegen steigende Betriebskosten vorgehen. Doch eine bessere Wärmedämmung, neue Fenster oder eine effizientere Heizung kosten Geld… und somit wären wir wieder am Anfang dieser Geschichte.
Fazit: Die Betriebskosten für Wohneigentum sind weder preiswerter noch teurer. Aber sie können durch Eigeninitiative beinflusst werden und sind – ganz wichtig – transparent. Wenn ich mir die lange Liste der Nebenkosten eines Mieters anschaue, wirds mir elend: Um seine Nebenkosten auf Euro und Cent kontrollieren zu können, müsste ihm sein Vermieter jede einzelne Rechnung für Gartenpflege, Aufzugwartung, Straßenreinigung, Gebäudereinigung, allgemeiner Strom, Hauswart, Kabelfernsehen und Sonstiges - vermutlich die wöchentliche Kiste Bier des Vermieters ;-) - offenlegen. Und welcher Vermieter tut das schon?
19. März 2010
Döffingen – Heute Vormittag wurde in Anwesenheit vom baden-württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister der Spatenstich für die neue Ortsmitte von Grafenau-Döffingen gefeiert. Für die Gemeinde war das laut BM Martin Thüringer ein großer Tag. Nach 10 Jahren können jetzt auf dem ehemaligen Druckerei-Seeger-Gelände die Pläne vom Böblinger Architekturbüro Hinrichsmeyer & Bertsch umgesetzt werden, die Baugenossenschaft Sindelfingen nimmt als Investor rund 20 Mio. Euro in die Hand. Auf der rund 50 ar Fläche werden rund um einen Marktplatz Einzelhäuser, Eigentumswohnungen und Gewerbeeinheiten entstehen – sehr moderne übrigens.
Wirtschaftminister Ernst Pfister behielt vom Bagger aus beim Spatenstich in Döffingen alle Beteiligten fest im Blick (Foto Matthias Hoffmann).
Es hat mich gewundert, dass der schöne aber recht puristische Flachdachentwurf der Böblinger den Wettbewerb gewonnen hat – mir gefiel er an der Wettbewerbsvorstellung auch am besten, aber ich hatte das Gefühl, dass vor allem die älteren Bewohner des Ortes die Satteldachvariante von Schwab-Architektur bevorzugt hätten. Aber hier wird ja schließlich für die Zukunft und nicht die Vergangenheit gebaut. Möglich wird diese gelungene Ortskernsanierung auch durch den Einsatz von Mitteln aus dem Landessanierungsprogramm – rund 1,5 Mio Euro an Steuergeldern wurden hier investiert. Die Rendite ist sehenswert. Wirtschaftsminister Pfister: „ Die eineinhalb Millionen Euro lösen ein achtfaches Investitionsvolumen aus“ Nach Baubeginn soll in einem 1. Bauabschnitt vier sollen vier Gebäude entstehen. Bezugsfertig sind die Einheiten aller Vorrausicht nach im Sommer 2012.