Es gibt mal wieder preiswertes Geld vom Staat. Heute im Visier der KfW-Staatsbänker: die große Zahl der alternden Haus- und Wohnungseigentümer. Sie werden über kurz oder lang zum Problem. Denn in Zukunft werden immer mehr Menschen betreuungs- oder gar pflegebedürftig sein. Ist in diesem Fall die Wohnung oder das Haus nicht barrierefrei gebaut und die Türen zu schmal für den Rollstuhl kann das im schlimmsten Fall den Umzug ins Heim bedeuten. Das aber wünscht sich weder der alte Mensch noch der Pflegedienst oder die Angehörige. Daher soll schon heute das Wohneigentum “altersfit” gemacht werden. Dazu haben die Bänker für den Zeitraum von 01. – 31. August 2009 die Zinsen gesenkt: im Förderprogram “Altergerechtes Umbauen” kostet das Baugeld schlappe 1,21 Prozent effektiv p.a. Insgesamt stehen 800.000.00 Euro zur Verfügung, Maximalbetrag pro Wohnungseinheit sind 50.000 Euro. Gefördert werden z. B. der Einbau von Aufzügen, die Überbrückung von Treppenstufen, die Anpassung von Bad oder Küche oder auch die Schaffung von Gemeinschaftsräumen. Anträge müssen wie immer vor den Maßnahmen gestellt werden, online geht aber nichts, Ansprechpartner sind die Banken und Sparkassen. Angesprochen sollten sich alle die Eigentümer fühlen, die in ihrer Immobilie alt werden wollen – das gilt auch für heute junge Menschen, auch die können Umbaugelder beantragen, selbst Mieter sind nach Rücksprache mit ihrem Vermieter förderfähig.
