Heute Morgen kam ganz unerwartet ein Anruf meiner Kollegin: es gäbe einen Spatenstich der Böblinger Baugesellschaft im Hans-Watzlik-Weg. Also sind wir ganz kurzfristig ab durch die Mitte und haben zugeschaut, wie H. Klotz von der Baufirma Rommel, der Architekt Mathias Hänig von Hänig + Gemmeke, Tübingen, Böblingens OB Alexander Vogelgsang, Bürgermeisterin Christine Kraayvanger und der stellvertretende BBG-Geschäftsführer Nobert Gromann die Spaten in die Erde zwischen Herdweg und Hans-Watzlik-Weg rammten.
Alte Böblinger schnalzen bei der Lage mit der Zunge – nördlich des Herdwegs fängt das Villenviertel Richtung Waldburg an, südlich davon liegt der Ganssee und der sehr beliebte Tannenberg und östlich davon ist nix wie Wald. Die Infrastruktur hier am Ortsrand von Böblingen ist im großen und ganzen prima, es fehlt allerdings eine Einkaufsmöglichkeit – vielleicht wird sich das ja nach dem Bau der insgesamt 19 Wohnungen ändern. Zur Architektur kann ich im Moment nicht viel sagen, da ich noch kein Modell oder keine Zeichnung gesehen habe. Gebaut werden sechs Einzelhäuser mit drei bzw. vier Wohnungen zwischen ca. 50 und 115 qm.
KfW-60-Standard, Geothermie und eine Rückhalte-Zisterne
Bei diesem Wohnbauprojekt geht das kommunale Böblinger Wohnbauunternehmen in Sachen Ökologie einen gewaltigen Schritt: die Wohnungen entsprechen KfW-60-Standard beim Energieverbrauch, zwischen 75 und80 Prozent der Heizenergie wird geothermisch aus 100 m Tiefe zur Verfügung gestellt und der Niederschlag wird in Zisternen aufgefangen, die Dächer werden begrünt und die Bepflanzung nimmt inhaltlich den alten Bestand
der Streuobstwiese (Fotos Matthias Hoffmann) über den Dächern der Stadt Böblingen wieder auf: ein durchaus gelungenes und anspruchsvolles Wohnbauprojekt in Top-Lage. Interessenten finden weitere Informationen unter www.bbg-boeblingen.de - ich hoffe jedenfalls, dass die Informationen schon online sind – wenn nicht, gibt Ute Ebert von der BBG unter der Rufnummer 07031/ 660 220 gerne Auskunft.
