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Mütze, Glatze, Mütze, Glatze….

musste ich denken, als ich dieses Bild   vom Minister Tiefensee sah. Er lässt per Pressemitteilungen http://www.bmvbs.de/-,302.1048931/doc.htm) verkünden, dass modernisierungswillige Eigentümer insgesamt 500 Millionen Euro zusätzlich in 2008 für die Sanierung von Bestandsimmobilien bei der KfW-Förderbank (http://www.kfw.de/) beantragen können. Dieses Geld kommt auch dem Immobilienmarkt im Landkreis Böblingen zugute. Denn der Bestand, die alten Häuser und Wohnungen, werden immer wichtiger. Das hat verschiedene Gründe:

  • Für 2007 verzeichneten die Statistiker einen bundesweiten Rückgang der Baugenehmigungen um rund 30 Prozent.
  • Der Kostenfaktor – vor allem in den Stadtgebieten Böblingen, Sindelfingen, Leonberg und Herrenberg können sich immer weniger Menschen die Preise für Neubauten leisten. Schuld sind die immensen Grundstückskosten und die zusätzlich gestiegenen Rohstoffpreise.
  • Bauland ist ein endliches Gut und Neubaugebiete in bevorzugten Lagen sind größtenteils bebaut, neue nicht in Aussicht und politisch nicht gewollt.
  • Der Trend „zurück in die Stadt“ belebt ebenfalls den Bestandssektor.
  • Die Preise für Bestandsimmobilien sind relativ stabil.
  • Die Häuser und Wohnungen im Bestand sind schneller verfügbar.
  • Ihre Lagen im gewachsenen Viertel bieten häufig die bessere Infrastruktur (auch wenn junge Familien meiner Meinung nach in einem Neubaugebiet besser aufgehoben sind, da hier die Nachbarschaft homogener ist)
  • Schließlich fördert der Staat die Sanierung der Altbauten mit preiswerten Darlehen.

 Da ich auch in einem Altbau wohne, muss ich abschließend immer bemerken, dass so eine „Arbeitervilla“ aus dem Jahr 1920 mit 85 qm Wohnfläche zwar putzig ist, ihre Lage, der schöne Garten, ihr Charme und das wohnliche Ambiente dieses Handicap aber locker wettmachen. Ich weiß, dass sind weiche Faktoren, auf die ich als sentimentaler Mensch stehe, aber kein Neubau, und sei er noch so super-ernergieeffizient, kann da mithalten. Ich jedenfalls möchte nicht tauschen…

 

Einzelne Maßnahmen nicht überschätzen

 

Tja, auch ich habe gedacht, dass neue Fenster mal so richtig ins Kontor schlagen, wenn’s ums Energiesparen geht. „Scheißele, Herr Eisele…“ maunzt der Schwabe wenn ihm klar wird, dass er daneben liegt. Wenn durch eine komplette energetische Sanierung insgesamt 45 Prozent des ehemals benötigen Energiebedarfs eingespart werden können, dann verteilt sich das laut Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wie folgt: 

  • 5 % auf  ein neu gedämmtes Dach
  • 9 % auf die neue Außenwanddämmung
  • 5 % auf eine neue Kellerdeckendämmung
  • 3 % auf neue Fenster (so wenig…)
  • 13 % auf eine neue Heizung und
  • % auf eine thermische Solaranlage

 Im Klartext: Das Sanierungsbudget in das Dach, Außenwand, Heizung und Solar investiert und der Kittel ist fast geflickt. Naja, ich dachte, dass neue Fenster mehr bringen. Aber vermutlich hängt das auch vom Zustand der alten Fenster ab. Ich glaube auch, dass 45 Prozent Einsparung leicht über der realistischen Oberkante liegen. Kommt auch auf den Zustand des Altbaus an. Denn schließlich ist eine Wohnung aus den 80er Jahren auch eine Bestandsimmobilie und dort 45 Prozent der Energie einzusparen scheint fast unmöglich oder nur mit einem nicht zu rechtfertigen finanziellen Aufwand durch die Eigentümer.

 

Was es mit dem „Mütze, Glatze, Mütze, Glatze“ aus der Überschrift auf sich hat, verrate ich nicht – ist nicht jugendfrei.

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Info:
Mütze, Glatze, Mütze, Glatze…. ist Beitrag Nr. 18
Autor:
Matthias Hoffmann am 11. August 2008 um 14:56
Kategorie:
Allgemein
Tags:
 
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