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Forderung nach mehr Energieeffizienz im Bestand und Neubau

Der Immobilien Service Bärbel Bahr hatte am Freitag, den 25.02.2011 zum „Wissensforum 2011 – Städtebau und Energie“ in den Erlebnispark „Sensapolis“ geladen. Mit ihrer Themenwahl sprachen die drei Referenten Entscheider an, die beruflich oder ehrenamtlich kommunale Verantwortung tragen. Bürgermeister und Gemeinderäte aus verschiedenen Gemeinden im Landkreis Böblingen nutzten die Vorträge, um sich

Wo sonst die Kinder toben, gab es Anregung und Aufforderung zum weitsichtigen Umgang mit den (noch) vorhandenen Energiereserven. (Foto Matthias Hoffmann 2011)

Wo sonst die Kinder toben, gab es Anregung und Aufforderung zum weitsichtigen Umgang mit den (noch) vorhandenen Energiereserven. (Foto Matthias Hoffmann 2011)

über Einsparpotentiale sowohl im Bestand wie auch im Neubaubereich zu informieren. Sven Edmunds von renoplan – Institut für Immobiliensanierung verdeutliche in seinem Referat, dass die größten Kosten einer gemeindeeigenen Immobilie wie etwa eine Schule nicht bei ihrer Herstellung sondern bei ihrem Betrieb entstehen. Erforderlich sei eine Ist-Analyse der gemeindeeigenen Bestände. Die immensen Nebenkosten älterer Bauten, so Edmunds, ließen sich durch überschaubare Investitionen spürbar senken.

  Erst dämmen – dann heizen

 Einen Überblick der aktuellen Energiestandards nach EnEV 2009 bot der Architekt Otmar Hirschfeld. Der Geschäftsführer der Ulmer Planungs- und Wohnbaugesellschaft „Casa Nova“ erklärte den Unterschied zwischen KfW-Effizienzhaus, Passivhaus. Die Frage, ob Gemeinden Energiestandards in Neubaugebiete vorschreiben sollen, beantwortete er mit einem deutlichen Ja. Sein Unternehmen sei schon heute n der Lage, auch Geschosswohnungsbau im Passivhausstandard zu realisieren. Auch der dritte Referent, Dr.-Ing. Peter Hettenbach, Leiter des „ibb – Institut Innovatives Bauen“ in Schwetzingen, schlug in die gleich Kerbe: „Wir können nicht energieeffizient genug bauen!“ Zudem müssten die Gemeinden bei der Energiegewinnung neue Wege gehen. Als Bespiel nannte er das österreichische Güssing. Der 3.000 Seelen-Ort an der ungarischen Grenze erzeuge heute durch nachwachsende Rohstoffe mehr Energie, als der Ort selbst verbrauche. Durch die Einspeisung ins Netz stünden der Gemeinde rund 13. Mio. Euro Gewinn pro Jahr zur Verfügung, so Dr. Hettenbach und zudem seinen noch zahlreiche Arbeitsplätze entstanden.

« Wissensforum 2011 im Sensapolis – 13. Immo-Messe Böblingen am 26. + 27. März 2011 »

Info:
Forderung nach mehr Energieeffizienz im Bestand und Neubau ist Beitrag Nr. 1177
Autor:
Matthias Hoffmann am 28. Februar 2011 um 11:07
Kategorie:
Energieeffizienz, Veranstaltungen
Tags:
 
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